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Maischberger Ruins Olympic Opening
(You will have to excuse me, but for this article I will switch to German, as it is about a German TV broadcast).
Was war das nicht für eine Eröffnungsfeier für die Olympia 2008 in Beijing! Ich weiss, da bin ich ein bisschen spät dran, aber da ich zur Zeit entweder A, an meiner Diplomarbeit sitze oder B, Olympia schaue, fand ich bisher keine Zeit. Dennoch muss ich noch unbedingt eine Sache loswerden.
Während die Bilder und überhaupt das ganze Spektakel einfach atemberaubend waren, wurde meine Freude an dem Ganzen durch einen Faktor leider sehr gemildert. Und der hieß: Sandra Maischberger. Also damit das klar ist: Ich verlange ja keine literarischen Meisterwerke bei so einem Event, noch ein allwissendes Kommentator Team, doch mal ehrlich, was diese Frau während der gesamten Feier aus ihrem Mund ließ hätte sie getrost für sich behalten können. Muss man denn Allen die Party vermiesen, wenn sie einem selbst nicht gefällt? Statt Informationen bekommt der Zuschauer Kommentare die klingen als müsste Frau Maischberger gerade gegen ihren Reisschnapps Kater ankämpfen. Ihre andauernde Kritik an das Gastgeberland, war alles Andere als fundiert, und wirkte absolut arrogant. Ich habe hier mal ein paar Highlights zusammengetragen (aus dem Gedächtnis):
Maischberger (beim Tanz der 56 chinesischen Minderheiten): Den Tibetern ist wohl nicht zum Tanzen zu Mute. (Woher bitteschön will die das wissen???)
Maischberger: Warum sind da so viele Frauen in der Mannschaft?
Scholt: 54% aller Athleten dieses Jahr sind Frauen.
Maischberger: Und die sind alle in dieser Mannschaft?
Maischberger: Der macht doch beim Wellenreiten mit
Scholt: Du meinst Surfen, ist aber nicht olympisch
Maischberger: Echt, bestimmt können die keine Wellen herstellen
Maischberger: Sag doch was. Du weisst doch sonst immer so viel.
Maischberger (vor dem Einmarsch der Teams): Ich bin mal gespannt ob wir einen Protest zu sehen bekommen. (ab diesem Moment sieht Frau Maischberger überall Tibetfahnen, und Protestschilder)...
Maischberger (sieht ein Schild): Ah, ist das ein Protest? Ist das etwa ein politischer Protest? (Schild: "Thank You!")
Maischberger (nach Ende): Mir hat es nicht gefallen: Das ganze war zu perfekt.
Naja, also für Frau Maischberger gingen offensichtlich zu wenig Proteste und Bomben hoch. Vielleicht hätte sie lieber zur gleichen Zeit in Georgien berichten sollen. Da wär es evtl. weniger "kühl" gewesen.
Doch ich will ja nicht auf einer solch schlechten Note enden. Es gibt auch Lichtblicke. Beispielsweise machte ich heute die Nacht zum Tage, und schaute (nach einem erfolgreichen Arbeitstag wohlgemerkt) bis in die Morgenstunden Olympia. Dort bekam ich zum ersten Mal Carsten Sostmeier zu hören, der das Dressurreiten kommentierte. Obwohl ich mich gar nicht als Fan eingeschätzt hatte, brachte dieser Kommentator eine derartige Stimmung ins Wohnzimmer, dass ich gar kein Interesse and den anderen Spielen mehr hatte. (Ein kurzes Googlen zeigt, dass seine Sprüche schon gesammelt werden). Hier ein kleiner Ausschnitt nachdem heute morgen ein deutscher Reiter durch die Ziellinie kam:
"Und da ist das Herz voller Freude. [...] Junge tut das gut! Du hast Klasse geritten! Und Deutschland hast Du neues Leben eingehaucht!"
...und verbessert sich in seiner Euphorie noch schnell: "...ähm, dem deutschen Team!"
Also, beim nächsten Dressurreiten: Einschalten! Ich verspreche Euch, ihr werdet unterhalten werden! Viel Spaß!
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der Tibet-Konflikt nicht spurlos an Maischberger vorübergegangen ist und sie seitdem (evtl. auch schon vorher) eine negative Grundeinstellung gegenüber China hat. Ich meine sie ist ja selbst von der Presse, da kann man das nachvollziehen. Das ist ja das grundsätzliche Dilemma, gerade Presseleute nehmen Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und objektive Berichterstattung sehr ernst. Dinge, die die chinesische Regierung da schon gemacht hat oder haben soll, empfinden sie dann umso mehr als verwerflich. Leider sind Maischberger und andere dann in ihrem Unmut bei ihrer eigenen Berichterstattung auch höchst subjektiv, wie jetzt in diesem Fall. Da gönnt man dann China keine schönen Spiele und wünscht sich insgeheim einen Skandal oder lässt das zumindest den Zuschauer so spüren. Also sie hat ja das Recht, so zu denken, aber ins Fernsehen gehört das nicht...